Montagsfrage No. #078

Guten Morgen!
Ich arbeite momentan wieder etwas daran, meinen Schlafrhythmus zu verbessern und unter Kontrolle zu bekommen – aber was soll ich sagen: um elf Uhr im Bett und eingeschlafen dann doch erst gegen eins/halb zwei… x.x

Aber genug von meinem Schlaf-Leiden, mehr von der heutigen Montagsfrage. Ich muss gestehen, dass das (mal wieder) eine dieser Montagsfragen ist, die ich ein wenig anti beantworten muss und meine Antwort eher aus einer Begründung dieses Anti-Seins besteht. Fangen wir aber lieber mal ganz von vorne an.

 

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Was ist dein Trick zum preiswerten Bücherkauf?

Ich hab keinen. Recht simpel. Bücher sind nämlich der einzige Punkt, an dem ich nicht spare oder auf Nachhaltigkeit und Second-Hand achte. Das versuche ich in den anderen Bereichen meines Lebens vermehrt durchzusetzen – Klamotten werden beispielsweise Second-Hand gekauft, genau so wie Serien, Filme, etc.

Aber Bücher könnte ich niemals gebraucht kaufen. Einfach weil jemand anderes die schon gelesen hat und vielleicht mag das verrückt klingen, aber irgendwie besitzt das Buch nach dem Lesen irgendwie ein Teil von einem selbst. Zumindest habe ich manchmal das Gefühl, dass dem so ist. Meine Nase also in ein Buch zu stecken, welches zuvor die Emotionen eines anderen Menschen mitbekommen hat, ist irgendwie zu intim…? Ich weiß, ich weiß, irgendwie klingt das sehr seltsam. Aber es ist einfach so ein Gefühl… ich möchte ein Buch lesen, was noch völlig unangetastet ist und bei dem ich der erste Mensch bin, von dem es gelesen wird. Verrückte Kiste, aber gut.

Passend zur kommenden Weihnachtszeit lasse ich mir aber auch gerne Bücher schenken. So ohne Job ist es momentan eh nicht so dolle mit dem Geldausgeben (nein, da hat sich noch nichts weiter getan… ihr erfahrt werdet es erfahren, falls es da Neuigkeiten gibt). Daher habe ich tatsächlich gestern erst erst einen Wunschzettel für meine Familie gemacht, auf der natürlich auch das ein oder andere Buch steht. Vor allem den zweiten Soul Beach Teil und den zweiten Teil von Die Auserwählten möchte ich endlich lesen!

Hast du einen Tipp, um beim Bücherkauf Geld zu sparen? Wie stehst du zu gebrauchten Büchern?

 

Verschlafen,
Moony

Montagsfrage No. #077

Guten Morgen!
Okay… es ist fast Mittag, aber… Guten Morgen!
(An dieser Stelle der Hinweis, dass ich nicht erst um halb zwölf aus dem Bett gefallen bin. Es war halb elf.)
Es ist Montag und Antonia hat wieder eine neue Montagsfrage für uns. Ich warne euch schon einmal vor, dass ich etwas vom Thema abschweifen werde. 😀

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Unterhalten dich Biografien oder findest du die non-fiction Geschichten anderer Menschen eher öde?

Ich muss zu Beginn erst einmal zugeben, dass ich noch keine (Auto-)Biografie gelesen habe. (Außer vielleicht einen Wikipedia-Artikel über Autoren in der Schule oder einige Seiten Biografien über Soziologen – hallo Max Weber.)

Aber – und hier kommt das aber – prinzipiell finde ich sie ziemlich spannend und interessant. Ich kann definitiv den Reiz dahinter verstehen, wüsste aber zunächst einmal nicht, von wem ich eine Biografie lesen wollen würde. Vermutlich von „großen, alten“ Schriftstellern beziehungsweise Dichtern wie Rilke, Poe oder Shakespeare. Vorher würde ich aber vermutlich lieber Gedichtbände besagter Menschen haben. Tja, es ist ja bald Weihnachten. 😀

Aber – und hier folgt das zweite aber – wenn es sich um Autobiografien handelt (wobei das vermutlich kaum einen Unterschied macht zu einer Biografie, die von jemand anderem über einen Menschen geschrieben wird), muss man immer mitbedenken, dass auch hier eine Geschichte erzählt wird. Nur weil es sich um eine „echte“ Geschichte und ein „echtes“ Leben handelt, heißt das absolut nicht, dass hier erzählt wird.
Das ist der Moment, in dem ich abschweife und in dem ich den soziologischen Teil meines Gehirns nicht abstellen kann. Natürlich wäre es spannend und interessant, mehr über das Leben bestimmter Menschen zu erfahren – aber nichtsdestotrotz filtert dieser Mensch, was er wann wie und worüber erzählt. Schreibt eine andere Person die Biografie über diesen Menschen kommt ein weiterer Filter dazu. Jede Erzählung, die wir selbst tätigen, jede Situation, die wir wiedergeben und auch Jahre später anderen Menschen erzählen, ist nicht zu hundert Prozent ungefiltert. Sie ist immer subjektiv (ob es Objektivität überhaupt gibt, darüber lässt sich streiten!) und, ob bewusst oder sehr viel eher unbewusst, verändern wir Dinge, wenn wir sie wiedergeben. Besonders, wenn wir sie Fremden erzählen. Aber auch bei Familie, Freunden, Verwandten.
Auf die Abfrage mancher Geschichten sind wir vorbereitet („Wie haben Sie sich denn kennen gelernt?“) und haben feste Geschichten dazu quasi parat. Ob sich diese zwei Menschen dann wirklich in diesem Moment kennengelernt haben ist höchst selten der Fall.

Nun gut, ich möchte gar nicht in Vorlesungen über soziologische Biografie- oder Inhaltsanalyse einsteigen. Ich wollte damit nur sagen, dass ich vermutlich nicht völlig ohne solche Hintergedanken eine Biografie lesen könnte. Ich würde immer skeptisch (und vielleicht auch etwas resigniert) denken, dass hier bestimmte Mechanismen vorliegen und greifen, durch die Geschichten erzählt werden und nicht das, was wirklich passiert ist. Oder ich würde anfangen, zu hinterfragen, was bestimmte Äußerungen auf einer unbewussten, zwischen-den-Zeilen-Ebene aussagen (können).

So, genug von soziologischem Gelaber.

Wie steht ihr zu Biografien? Habt ihr schon welche gelesen? Könnt ihr welche empfehlen (oder Gedichtbände ;D) oder welche ent-fehlen? Was reizt euch an Biografien?

 

Nun etwas nachdenklich,
Moony

Es ist wieder soweit! #NaNoWirMo2018

Es ist November, es wird merklich kühler, es wird abends wieder früher dunkel. Und das heißt? Richtig! Es ist Herbst! #noshitsherlock Es ist wieder Zeit für den National Novel Writing Month oder auch NaNo, wie ich ihn ja gerne nenne!

In den vergangenen zwei Jahren habe ich ja bereits am NaNo teilgenommen und das werde ich dieses Jahr auch wieder machen. Meine Ergebnisse, Erfahrungen und Bilanzen aus 2016 und 2017 könnt ihr hier und hier nachlesen. Sobald der Monat um ist, wird es Anfang oder Mitte Dezember sicherlich auch aus diesem Jahr wieder eine kleine Übersicht von meinen Fortschritten geben! Ihr dürft also gespannt sein!

Genau wie im vergangenen Jahr werde ich wieder mit der Mitmachgeschichte Die Reise der Victory, welche noch immer auf fanfiktion.de zu finden ist, teilnehmen. Ich hatte ja eigentlich letztes Jahr gehofft, einiges dafür zu schaffen und sogar einen Rhythmus zu finden, in dem ich jede bis jede zweite Woche ein neues Kapitel hochlade. Das hat im November und einige Zeit danach auch gut funktioniert. Bis ich dann Mitte Februar komplett unterbrechen musste. Die Aussage „Ich hatte keine Zeit“ wäre gelogen – man hat immer Zeit. Es ist ganz einfach die Frage, welche Dinge gerade wichtiger sind oder als wichtiger erachtet werden. Schreiben war keines dieser Dinge für mich in den vergangenen Monaten. Wobei ich merke, – hier auf dem Blog, kreativ in den letzten anderthalb bis zwei Wochen (ja, ich hab wieder angefangen!) – dass es mir unglaublich Spaß macht und mir unglaublich viel gibt. Dennoch ist es eben nicht immer leicht (für mich), mir dafür die Zeit zu nehmen.
(Ein neues Kapitel für Die Reise der Victory gab es vor knapp anderthalb Wochen, sodass ich langsam aber sicher wieder in den flow hineinfinde! (hust, hoffentlich, hust))

Dies soll sich mit den NaNo ändern beziehungsweise: ich nutze gerne den NaNo als motivierende Zeit, in der ich mich voll aufs Schreiben konzentrieren kann. Bei den Rückblicken der bisherigen beiden Writing Months hatte ich ja bereits gesagt, dass mir die Wortgrenze nicht so wichtig ist. Natürlich ist es schön, wenn man die obligatorischen 1.667 Wörter am Tag schafft, aber wenn in meinem Kopf zu viel „Ich muss noch X Wörter schreiben!“ herumkreist, dann trägt das nicht sonderlich dazu bei, dass ich super kreativ geilen Scheiß aufs Papier bringe! 😀

Dieses Jahr möchte ich das etwas anders angehen und bediene mich dabei an der Art und Weise, wie eine Freundin pseudo-mäßig (ohne Account auf der offiziellen Webseite also, was auch völlig in Ordnung ist!!!) letztes Jahr beim NaNo mitgemacht hat: statt die Wörter zu zählen, hat sie sich ein Zeitziel gesetzt. Das werde ich dieses Jahr auch so machen und versuchen, jeden Tag 30 Minuten zu schreiben. Ob dabei 20 oder 3.000 Wörter herumkommen ist völlig irrelevant. Ich zähle sie zwar (um sie in diese fancy Statistik einbauen zu können #statistikliebe #designopfer), aber ich versuche, mich dazu zu zwingen, erst nach 30 Minuten die Wörter zu zählen. Nicht schon vorher!

Ich bin ehrlich gesagt super gespannt, wie gut das alles insgesamt funktioniert. Vor allem da ich, vermutlich (wenn es mir erlaubt und genehmigt wird – anderes Thema, vielleicht in einem anderen Eintrag mehr dazu), nochmal Mitte November und gegen Ende November unterwegs sein werde. (Und falls ich Arbeit finde und umziehen muss, ist das sowieso nochmal eine komplett andere Sache, aber dafür lasse ich dann auch gerne den NaNo sausen! :D)

Kennt ihr den National Novel Writing Month und habt ihr vielleicht selbst schon einmal teilgenommen? Wie sind eure Erfahrungen generell mit dem Schreiben, wenn ihr denn schreibt?

 

Ein bisschen aufgeregt,
Moony

Montagsfrage No. #076

Soooo! Während ich hier stilecht an meiner heißen Zitrone schlürfe (Empfehlung meines lieben Bruders bei Erkältungen – ich habe zwar keine (mehr), aber ich bin irgendwie hängen geblieben, weil es echt lecker ist und generell gut für den Körper sein soll) und gerade gefrühstückt habe (ja, so als fertig ausstudierter Mensch, der nur noch auf Ergebnisse und auf einen Job wartet kann man auch mal montags bis neun Uhr pennen, bis viertel nach zehn Fanfictions lesen und dann um halb elf frühstücken) und ich es jetzt vermeide, weitere Klammern zu schreiben, widmen wir uns lieber der heutigen Montagsfrage!

(Meine Dozierenden hätte mich geteert und gefedert für Sätze über mehr als fünf Zeilen hinweg, aber gut, ich wollte ja auch keine Klammern mehr schreiben.)

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Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum, wenn nein: warum nicht?

Tja, das ist so eine zwiegespaltene Sache. Mir geht es teilweise ähnlich wie Antonia: für mein Studium habe ich relativ spät angefangen, den Wert unserer Unibiliothek(en) zu schätzen und habe nur für die Bachelorarbeit auch Arbeitszeit innerhalb der Bib verbracht. Es ist eben genau das: es ist ruhig, man lässt sich nicht so leicht ablenken, die ganze Lernatmosphäre ist eine ganz andere, als zuhause. Allen, die bisher noch geschwankt haben und sich nicht sicher waren, ob sie mal in die nächstgelegene Bibliothek gehen/fahren wollen, um dort für die Uni oder für die Schule zu lernen: tut es. Probiert es einfach aus und sucht euch ein ruhiges Fleckchen. Die gibt es, wenn man danach sucht und niemand achtet wirklich auf euch.

(Erster Schluck heiße Zitrone, haaaaaa, so gut!)

Bibliotheken haben mich wirklich nur zu Bachelorarbeitszeiten zu Gesicht bekommen und ab und an mal für eine Hausarbeit. Die Stadtbibliothek habe ich auch während meines Praktikums diesen Sommer betreten, weil wir dort Bücher für (geflüchtete) Kinder abgeholt haben. Momentan haben sie sonst einfach keinen Reiz für mich, dazu aber gleich noch etwas mehr.

Paradoxerweise bin ich selbst als Kind ständiger Besuch in unserer Stadtbibliothek im Bremer Stadtteil gewesen, wo ich damals gewohnt und aufgewachsen bin. Ich konnte die Telefonnummer auswendig, weil ich ständig die Bücher verlängert habe. Dort vorbeizulaufen und somit einen kleinen Spaziergang zu machen (und meine Mom ließ mich auch alleine gehen, somit war ich als kleiner Pöks schon suuuuper selbstständig und sooooo stolz, dass ich schon groß genug war, das alleine machen zu dürfen), war immer eine tolle Sache. Ich erinnere mich unheimlich gerne an die Zeit zurück und habe die Bibliothek auch noch genau vor Augen.

Nun das Paradox: heute geht es mir ganz anders. Ich denke zwar gerne daran zurück, wie das damals war. Aber heute wäre das nicht mehr wirklich was für mich. Einfach weil ich Bücher gerne besitzen möchte. Ich möchte sie lesen und dann in mein Regal stellen und jederzeit ansehen können. Zum einen, weil ich so wirklich auch vor Augen habe, was und wie viel ich gelesen habe. Aber auch, um einfach mal wieder reinzulesen oder spontan ein Re-Read zu veranstalten. In dem Moment, in dem ich das Buch lese, habe ich irgendwie eine Verbindung dazu und dann möchte ich auch genau das Exemplar in meinem Regal stehen haben, welches ich gelesen habe. Nicht eines, das ich später gekauft habe, weil mir das Buch aus der Bibliothek so gut gefallen hat.

Es gibt sicherlich hundert Vor- und Nachteile von Bibliotheken oder dem Fakt, dass man sich Bücher ausleihen kann. Aber damit soll die Frage zunächst zur Genüge beantwortet sein: Nein, heute leihe ich kaum noch etwas aus (außer für universitäre Zwecke), früher hingegen ständig.

 

Wie ist das bei dir? Leihst du Bücher aus? Hast du das als Kind (öfter) gemacht oder hat das für dich einfach gar keinen Reiz?

 

Nostalgisch,
Moony

Montagsfrage No. #075

Moment, Moony hat erst gestern den WordPress-Blog eröffnet und dies ist schon die 75te Montagsfrage. Wenn das hier kein Tardis-Blog ist, wie soll das dann möglich sein?

Tja, das ist durchaus möglich, denn ich habe auf dem Blogger-Blog bereits seit einiger Zeit die Montagsfrage beantwortet. Mittlerweile habe ich den zweiten Wechsel mitgemacht, denn Svenja von Buchfresserchen hatte die Montagsfrage vor ein paar Jahren übernommen und vor ein paar Wochen nun die liebe Antonia von lauter-und-leise. Eigentlich hatte ich die ersten Fragen von ihr selbstredend beantworten wollen – aber ich war dann doch viel zu eingesogen von der Bachelorarbeit, weswegen ich erst einmal pausieren musste. (Generell kam die Montagsfrage zwar relativ regelmäßig, aber ab und an ließ ich auch mal eine aus.)
Wer Lust hat, kann sich die alten Beiträge von mir hier ansehen.

Kommen wir nun aber zur heutigen Montagsfrage – was genau das ist und wie es funktioniert, erfahrt ihr bei Antonia auf dem Blog. 🙂

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Musstest du schon mal ein Buch abbrechen, weil es zu gruselig war?

Na, Antonia, schielen wir da mit einem halben Auge schon auf Halloween? 😀

Ich bin ja absolut kein Fan von Horrorgeschichten – egal ob Kopfkino oder tatsächliches Kino. Bei neuen, etwas düsteren Serien, frage ich auch immer erstmal zig Leute, wie gruselig sie denn ist. So Supernatural-gruselig ist okay, aber Horror muss ich wirklich nicht haben. Oder gar Zombie-Serien oder -Filme. Die find ich ja ganz schrecklich. Urrgh, schüttel!
(Grimm ist da auch etwas an der Grenze, die Serie steht daher bei meinem Freund und mir auf der Müssen-wir-zusammen-angucken-Liste.)

Daher: ja, ich habe schon ein Buch abgebrochen, weil es zu gruselig war. Und zwar mehrmals. Ich habe immer mal wieder angefangen und es dann geschafft, ein paar Seiten mehr zu lesen als beim letzten Mal. Seit dem letzten letzten Mal sind aber auch schon wieder… Monate… Jahre…? vergangen.
Die Rede ist von Dancing Jax, dem ersten Band. Natürlich. Mir hat während der Schulzeit der Einband so gut gefallen und ich dachte, der Klappentext wäre ja gar nicht so schlimm… na ja. Klein Moony fürchtete sich dann doch etwas beim Lesen und Nicht-mehr-ganz-so-klein Moony mag trotzdem nicht weiterlesen. Vielleicht irgendwann… später…
Weggeben oder verkaufen möchte ich das Buch dennoch nicht. Fragt nicht, wieso. Ganz komisch.

Kennt von euch jemand das Buch? Oder habt ihr ein anderes Buch, vor dem ihr euch gruselt oder lest ihr einfach mit Nerven aus Drahtseilen weiter?

 

Schauernd,
Moony