Gelesen | Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Der Marsianer von Andy Weir

Titel: Der Marsianer – Rettet Mark Watney

Autor: Andy Weir
Genre: Science-Fiction

Verlag: Heyne
Seitenzahl: 508

Übersetzung: Jürgen Langowski
Ausgelesen: 20. Dezember 2018

Leseempfehlung? Ja

** Diese Rezension enthält Spoiler **

 

Klappentext

Ein Mann. Allein. Auf dem Mars.
Bringt ihn zurück!
Bei einer Expedition auf dem Mars gerät der Astronaut Mark Watney in einen Sandsturm und wird bewusstlos. Als er aus seiner Ohnmacht erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Crew. Die spektakulärste Rettungsmission um das Überleben eines einzelnen Menschen beginnt…

 

Meine Meinung

Man bekommt genau das, was der Klappentext verspricht. Es beginnt damit, dass Mark alleine auf dem Mars hockt und seine Geschichte erzählt. Und er erzählt sie wirklich, in Form von Logbucheinträgen bekommen die Leser*innen nach und nach mit, wie es dazu kam, dass seine Crew ohne ihn los geflogen ist und wieso sie in erster Linie verfrüht die Mission abbrechen mussten. Gleichzeitig wird nach einigen Kapiteln (bzw. Logbucheinträgen) die Situation auf der Erde geschildert, wo Marks Vorgesetzten nach und nach klar wird, dass Mark noch lebt und nun versuchen muss, alleine auf dem Mars zu überleben. Dahingehend spinnt sich dann die Rettungsmission, mit sehr viel Hin und Her und noch mehr Auf und Ab, weil es immer wieder zu Lösungsversuchen kommt, die allerdings mitunter nicht realisierbar sind oder schlichtweg misslingen.

Mir gefiel die Idee sehr gut, von Anfang an. Alleine, gestrandet, ums Überleben kämpfen – es mag etwas gemein klingen, aber ich lese es unglaublich gerne, wenn Figuren irgendwie schwierige Situationen überstehen müssen. Die Spannung, die dabei aufgebaut wurde, war zwar existent aber nicht völlig nervenaufreibend. Tatsächlich ist das Buch sehr humoristisch geschrieben – soweit ich das gehört habe, soll der Film teilweise auch eine gewisse Komik beinhalten. Zu Beginn des Buches war ich etwas verwirrt, ob Marks Witzeleien und konnte das nicht recht einordnen. Aber lässt man sich darauf ein, dann gewöhnt man sich auch sehr bald daran. Das hat mir tatsächlich eigentlich sehr gut gefallen. Nachdem Paradox mein erstes Science-Fiction Buch war, hatte ich schon einen kleinen Vorgeschmack, dass (scheinbar) der Schreibstil im Sci-Fi Genre teils sehr anders zu dem sein kann, was ich bisher aus Fantasy und Young Adult kenne. Es ist sehr viel knapper geschrieben und kommt ohne viele Ausschmückungen daher, dazu kommt dann Marks Humor, an den man sich erst gewöhnen muss. Lesetechnisch war es für mich also mal wieder das berüchtigte „den großen Zeh in ein anderes Gewässer tunken“ – oder so. Allerdings finde ich im Nachhinein, dass Andy Weir hier mit Mark Watney einen sehr coolen, mal etwas anderen, Protagonisten entwickelt hat. Er ist eben kein stoischer, ernster Wissenschaftler, der für alles eine Lösung parat hat. Vielmehr flucht Mark des Öfteren, versucht die Aussichtslosigkeit seiner Lage irgendwie positiv und mit Humor zu sehen, um nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Ihm misslingen gerne mal Sachen und er ist teils etwas zerstreut, sodass er beispielsweise die Wohnkuppel aus Versehen in eine Bombe verwandelt und erst einmal ein paar Tage im Rover ausharren muss, bis ihm etwas einfällt, um sicher in die Wohnkuppel zurückzukehren.

Was uns zum nächsten Punkt bringt: Weirs Beschreibung von Wissenschaft. Ich fand es so unglaublich spannend, wie gut und verständlich manche Dinge beschrieben waren. Man konnte Marks Gedankengängen wirklich gut folgen – auch wenn ich ein oder zwei Stellen mehrmals lesen musste. Wer sich also für den Weltraum und die Wissenschaft dahinter interessiert und ein paar Grundkenntnisse aus dem Bio- und Chemie-Unterricht nochmal auffrischen möchte, kann hier beim Lesen definitiv noch etwas Neues lernen.

Auch die anderen Figuren auf der Erde waren sehr unterschiedlich und vielfältig, was mich sehr gefreut hat. Wobei ich die Pressesprecherin irgendwie… noch gewöhnungsbedürftiger fand als Mark. Sie flucht teilweise sehr viel und ausfallend und hat eine sehr schnoddrige Art, was mir nicht immer gefallen hat. Andererseits ist sie recht sarkastisch und bringt die Dinge mal auf den Punkt, was viele andere nicht tun.

Ich bin noch immer etwas zwiegespalten, was das Ende angeht. Einerseits war es super spannend geschrieben und ich habe wirklich so so so sehr mitgefiebert und war teilweise den Tränen nahe. Die Rettung war recht emotional und selbst beim Lesen anstrengend. Andererseits fand ich das Ende sehr abrupt? Mark wird gerettet, die Crew freut sich, der Arzt checkt ihn erst mal durch, weil Mark sich scheinbar was gebrochen hat. Punkt. Das war’s. Dafür, dass die letzten Kapitel und die ganze Situation auf der Erde doch sehr spannend wurde zum Ende hin, kam das Ende sehr schnell. Wie gesagt, ich bin etwas zwiegespalten, da ich mir noch ein bisschen Abrundung gewünscht hätte, allerdings ist es eben so, dass man das bekommt, was angeteasert wird: die Rettung von Mark Watney. Er ist gerettet, er wird sicher mit der Crew auf die Erde zurückkehren. Um mehr ging es eigentlich nicht, daher ist es aus dieser Perspektive wieder recht passend, dass das Buch damit endete, dass Mark von seiner Crew auf die Hermes geholt wird.

Fazit

Nun, was soll ich sagen? Mir hat das Buch wirklich super gefallen, auch wenn ich mich etwas davor gedrückt habe, es zu lesen. Es wurde sehr gehyped, es gab eine Verfilmung. Dass ich es vergleichsweise „so spät“ gelesen habe, wurmte mich etwas, auch wenn ich nicht sagen kann, wieso.

Nichtsdestotrotz mochte ich es sehr sehr gerne und Der Marsianer ist definitiv eines der Bücher, die ich immer wieder lesen kann und werde. Es gab ein paar kleine, wirklich kleine, Punkte, die mich etwas gestört haben. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Blogeintrag.

Wer also das Buch noch nicht kennt und – wie ich – immer mal wieder darum herumgeschlichen ist und wer auf Science-Fiction steht und dabei auch gerne das ein oder andere lernen möchte, dem*der kann ich das Buch nur empfehlen.

Leserückblick 2018

Im letzten Jahr, als Svenja von Buchfresserchen noch die Montagsfrage gehostet hat (mittlerweile bei Antonia von Lauter&Leise – sehr cool!), habe ich bei der ersten Montagsfrage 2018 einen kleinen Rückblick darauf gegeben, welche Bücher ich im Jahr davor, 2017, gelesen habe*. Da euch dabei das gezeichnete Bücherregal aus meinem Bullet Journal so gut gefallen hat, wollte ich dem Rückblick 2018 (samt neuem Regal) hier einen eigenen Beitrag widmen. Mit den Farben bin ich dieses Mal nicht ganz so zufrieden, aber was soll’s.

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Das sieht, zugegebenermaßen, sehr viel aus. Tatsächlich ist es aber gar nicht so viel. Auf dem obersten Regalbrett könnt ihr sehen, welche Bücher ich gelesen habe. Die beiden Bretter darunter beinhalten die Manga, die ich letztes Jahr gelesen habe. Ja, ich habe einen kompletten Re-Read meiner Detektiv Conan Bände gemacht – judge me. Da mir das Ausschreiben des Titels für fast dreißig Bände zu viel war, habe ich das irgendwann mit D.C. abgekürzt. 😀 Ebenso, bei The Ancient Magus Bride – warum auch immer ich den Titel auf Englisch geschrieben habe, wenn ich die deutschen Manga lese… huuuuh…

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Mit sechs „richtigen“ Büchern war 2018 eher ein leseschwächeres Jahr. Wenn ich mich zurückerinnere, waren es 2017 zwei Bücher mehr. Wobei ich hier drei Bände von Das Lied von Eis und Feuer gelesen habe, welche ja nicht unbedingt schlank sind. Aber wie dem auch sei. Spaß gemacht haben mir die Bücher dennoch und ich bin sehr froh, dass ich keinen richtigen Flopp dabei hatte.

An dieser Stelle muss ich aber einmal gestehen, dass ich hier etwas gemogelt habe. Ich weiß nämlich nicht mehr, ob ich Das Flüstern der Zeit im letzten Jahr oder schon 2017 gelesen (und dann einzutragen vergessen) habe… daher fand es nun einfach seinen Platz bei den 2018er Büchern. 😀

Vom Marsianer wird es demnächst übrigens eine kleine Rezension meinerseits geben. Am Ende des Beitrags habe ich euch die von Paradox und Die Auserwählten im Labyrinth verlinkt.

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Ja, ihr seht richtig. Ich habe 29 Bände von Detektiv Conan gelesen… ^^“ Was soll ich sagen, es war sehr nostalgisch. Denn – Funfact – Detektiv Conan war meine erste Mangareihe und noch mehr funnige Facts: ich habe Band 2 vor Band 1 gekauft und gelesen!
Das hatte den Hintergrund, dass ich den Anime bereits kannte und als laufender Meter damals bereits im Fernsehen verfolgte (Animes bei RTL II – das waren noch Zeiten, hach…). Ich sah dann irgendwann die Bände im Buchladen und stromerte immer wieder darum herum – was ich heute noch tue… hmm, erkenne ich hier ein Muster?
Leider gab es damals den ersten Band nicht, als ich mich endlich dazu durchgerungen hatte, mit meinem bisschen Taschengeld loszulaufen und endlich den Manga zu kaufen. Trotzig (wie ich heute dann auch noch gerne bin) kaufte ich einfach Band 2. Die Story kannte ich ja und der erste Fall, wo Shinichi in den kleinen Conan verwandelt wird, ist jetzt auch nicht so der Knaller. Band 1 kaufte ich dann später, als er verfügbar war und wenn ich mich recht erinnere, las ich dann beide Bände direkt noch einmal. Und so begann der Kauf meiner größten Mangareihe…

Nun gut, zurück in die Gegenwart. Da ich mir bereits im letzten Jahr von geschenkten Gutscheinen weitere Bände leistete, überkam mich der Impuls, einfach die ganze Reihe nochmal von vorne zu lesen. Man hat ja Zeit, wenn man an seiner Bachelorarbeit schreibt… Ha ha, ha… ha…
Gesagt, getan. Also startete ich den Re-Read und es war super! Ich liebe diesen Manga noch immer so sehr und lese die Bände einfach unglaublich gerne. Detektivgeschichten mochte ich einfach schon immer! (Funfact Nummer 3: Ich wollte als Kind Detektivin werden! :D) Es ist wirklich sehr nostalgisch und erinnere mich gerne an die oldies-but-goldies Manga aus den 90ern!

Auch von Kuroshitsuji – a.k.a. Black Butler – kamen zwei neue Bände dazu. Ebenfalls ein sehr nicer Manga – wobei ich bei der Anime-Adaption nicht verstehen kann, wieso die Arcs so durcheinander geworfen werden… der Zirkus-Arc war verstörend aber sehr sehr gut und wird nun erst in der dritten Staffel als Anime ausgestrahlt? Find ich, ehrlich gesagt, etwas seltsam. Daher lese ich aktuell lieber den Manga, als dass ich den Anime schaue. Auch wenn ich sehr begeistert davon bin, dass er seit Neustem auf Netflix zu finden ist!

Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss und das war auch wirklich mein Lese-Highlight 2018: Die Braut des Magiers!
Himmelarschundzwirn, meine Lieben, Himmel.Arsch.Und.Zwirn! Ich kann gar nicht ausdrücken, wie unglaublich schön dieser Manga ist. Auch hiervon habe ich natürlich schon vor einer ganzen Weile gehört und bin – wie immer – erst mal eine Weile darum herum geschlichen. Irgendwann endlich gekauft, gelesen und verliebt. Chise ist unglaublich niedlich und sympathisch. Ebenso wie Elias, über den man erst nach und nach mehr erfährt. Ja, das Mysterium um ihn lichtet sich ein wenig, aber das macht ihn weniger unnahbar. Ich möchte gar nicht viel von der Story spoilern, sondern euch einfach ans Herz legen, den Manga zu kaufen und zu lesen.
Der Anime gefällt mir soweit auch sehr gut, aber ich finde den Manga einfach ein klein wenig schöner. Hierbei muss ich aber sagen, dass, soweit ich den Manga und den Anime kenne, letzterer sehr gut und nah am Manga bleibt. Die Dialoge sind teilweise (im Deutschen) eins zu eins übernommen, ebenso wie die Handlung. Da wird nicht einfach etwas in der Reihenfolge durcheinander gebracht, was ich echt super finde.
Außerdem: wie süß sind Alice und Renfred bitte?!? Hach… ♥

Wie sah euer Lesejahr 2018 aus? Habt ihr sehr viel gelesen oder eher weniger? Kennt ihr einige der Bücher/Manga, die ich im letzten Jahr verschlungen habe?

Verzaubert,
Moony

*Zurzeit ist der Beitrag noch auf dem alten Blog zu finden, ich will einige der Beiträge gerne nach und nach hierher umziehen. Meine zwei bisherigen Rezensionen haben es vor dem Wochenende hier und hier zum WordPress-Blog geschafft.

SoWi ist nicht Soziale Arbeit…

Ich bin ja aktuell – seit fast einem dreiviertel Jahr – auf der Suche nach Arbeit. Mein Studium ist seit Ende September offiziell abgeschlossen. Bereits im Sommer habe ich angefangen, mal die Suchmaschinen und Jobbörsen zu bedienen, um – in naiver Hoffnung – direkt ans Studium anschließend was zu finden. Weil, hey, so schwer kann das schon nicht sein. Mein Studium war recht breit gefächert und mein Fachgebiet ist sehr grundlegend, sodass ich in viele unterschiedliche Bereiche gehen und arbeiten kann.

Or so I thought…

So wie es aussieht, wissen leider Betriebe und Unternehmen nicht, was genau Sozialwissenschaften sind und was das bedeutet. Anfangs war ich etwas verwundert und hab nur leicht mit dem Kopf geschüttelt. Einige Monate und einen Haufen Bewerbungen später bin ich frustriert, gelinde gesagt.
An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass ich nichts gegen andere Studiengänge oder „soziale Berufe“ habe. Da ich das selbst ja nicht studiert habe, habe ich auch keine konkreten Einblicke in diese Fächer, sollte ich also etwas falsches sagen, gebt mir bitte Bescheid.

Das Problem ist nur, dass viele – nicht alle, aber viele viele viele – Jobanzeigen für „Sozialwissenschaftler*innen“ ausgeschrieben sind; gemeint sind aber Menschen die Soziale Arbeit, Sozialpädagogik oder etwas in der Richtung studiert haben. Die Unternehmen fassen das dann – aus Ermangelung eines anderen Wortes und weil sie nicht die ganzen Beschreibungen ausschreiben wollen – unter Sozialwissenschaften zusammen. Weil hey, da steckt doch immer das Wort „sozial“ drin und das wurde studiert, also ist das wissenschaftlich. He, wir nennen das einfach Sozialwissenschaften.

Es ist eben nicht das Gleiche. Sozialwissenschaften hat nichts, wirklich gar nichts mit Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik zu tun – und die beiden Fächer, die ich hier mal beispielhaft nenne, sind untereinander ja auch wieder unterschiedlich.
Sozialwissenschaft beschäftigt sich mit Systematiken und Strukturen von Gesellschaften oder gesellschaftlichen Gegebenheiten. Mit empirischer Forschung wird versucht, Muster in der Sozialstruktur zu erkennen und Problemen auf den Grund zu gehen.

Wie gesagt, ich weiß nicht en detail womit sich Soziale Arbeit beispielsweise beschäftigt, aber soweit ich das von Freund*innen mitbekommen habe, geht es in Teilen eher um unterschiedliche Sozialgesetzgebungen oder Beratung oder Sozialisation – was so ziemlich der einzige Schnittpunkt ist, von dem ich bisher weiß, allerdings ist die Herangehensweise der beiden Fächer hier auch ziemlich anders. (Was, wie gesagt, völlig in Ordnung ist und von mir nicht als minderwertig bezeichnet werden soll, es ist nur einfach nicht mein Bereich – weder fachlich, noch persönlich.)

In meinem Fall bestand das Studium aus den Fächern Soziologie und Politikwissenschaften, aus welchen die Studierenden ihren Schwerpunkt auswählen konnten – ich wählte Soziologie. Was für mich absolut das Richtige war. Ich liebe mein Fach, ich liebe es, mich selbst als Sozialwissenschaftlerin beziehungsweise Soziologin bezeichnen zu können. Ich finde es super, mit etwas Distanz, in Vogelperspektive, Menschen und Gesellschaften zu beobachten und zu analysieren und Fragen zu stellen. Wieso bilden sich Gesellschaften unterschiedlich? Wie war der Verlauf von archaischen Gesellschaften zu modernen Gesellschaften? Welche Theorien bezüglich des Handelns von Menschen gibt es und wie schaffen es Gesellschaften, funktionierende neue Mitglieder auszubilden, damit die bestehende Gesellschaft nicht gegen die Wand fährt, sondern weiter existiert?
Das Gefangenen-Dilemma ist da auch nochmal ’ne sehr coole Sache, generell mit der ganzen Spieltheorie. Uh und Rational Choice! ♥ Don’t get me started, mate!

Das nur mal so nebenbei und sehr frei formuliert.

Bei all der Euphorie und Freude über mein Fach, ist es nun umso frustrierender, wenn das einfach mit anderen Fächern in einen Topf geworfen wird. Sehr sehr sehr oft lese ich „Sozialwissenschaftler/in“ in den Titeln der Jobanzeigen, klicke voller Optimismus darauf und bei den Voraussetzungen steht dann, dass man ein Studium der Sozialen Arbeit oder Sozialpädagogik abgeschlossen haben soll. Toll. Danke für gar nichts. Informiert euch doch bitte erst mal, bevor ihr völlig random irgendwelche Bezeichnungen in den Titel schreibt, der nicht beschreibt, was ihr eigentlich sucht.

Seufz… es nervt langsam einfach und ich wollte das einfach mal loswerden. Dieser Post hat sonst keine tiefergehende Bedeutung, als dass ich mich nur mal auskotzen muss.

 

Resigniert,
Moony

Montagsfrage No. #079

Hallo an alle dort draußen!

Ich hoffe, alle sind gut herübergekommen und ihr hattet frohe Feiertage, was auch immer ihr wie und wo gefeiert habt – oder vielleicht demnächst feiern werdet. Blah blah. Hier ist ja mit Sicherheit nicht der erste Ort, wo ihr zum Jahresanfang begrüßt werdet. So, das war es von meiner Seite aus dazu auch.

(Ganz anders fällt mir nebenbei auf, dass das Jahr „erst“ eine Woche alt ist… mir kommt das momentan irgendwie viel länger vor. Aber das ist alles ein ganz anderes Thema und ich mag da momentan auch nicht so gerne drüber nachdenken.)

Also kommen wir lieber zu Antonias dieswöchiger Montagsfrage.

 

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Was sind deine Lesevorsätze für 2019?

Wer mich und meinen vorherigen Blog schon kennt, der kann sich denken, welche Antwort jetzt kommt. Für alle anderen: ich bin absolut kein Fan von Vorsätzen. Dieses Jahr mehr Sport? Joar, mal gucken, vielleicht. Weniger hiervon, weniger davon und dieses besser machen und blubb? Schauen wir mal. Ich hab noch nie verstanden, was das Theater um Vorsätze soll. Aber gut, wenn man meint, man möchte sich welche setzen, können Menschen das gerne tun.

Was die Montagsfrage angeht: ich habe keine Vorsätze. Ich weiß beispielsweise, dass ich es nicht schaffe, 100 Bücher zu lesen. Diese Challenge setzen sich ja viele Bücherwürmer und Buchblogger*innen jedes Jahr und schaffen das tatsächlich auch. Das ist auch super. Aber ich wäre irgendwie enttäuscht, wenn ich dieses Ziel nicht erreiche und hätte keine Freude am Lesen. Was wiederum den Büchern und den Geschichten dahinter nicht gerecht werden würde.

Lange Rede, kurzer Sinn. Das einzige, was ich mir vorgenommen habe (aber eben nicht als Neujahrsvorsatz oder ähnliches) ist, dieses Jahr auf die Leipziger oder Frankfurter Buchmesse zu gehen. Das ist mir dieses Jahr vielleicht sogar wichtiger, als der Japantag – das kann ich aktuell aber noch nicht ganz einschätzen.
Seit Jahren kenne ich beide Messen, war aber noch nie dort. Während der Schulzeit war das immer irgendwie zu weit weg (gedanklich und räumlich) und auch zu teuer (Fahrt, Unterkunft, etc.). Aber da ich damit rechne, dieses Jahr Arbeit zu finden, sollte es durchaus machbar sein, an einer der beiden Messen teilzunehmen. März könnte für die Leipziger vermutlich etwas eng werden, ich gehe mal eher davon aus, dass ich es im Herbst nach Frankfurt schaffe.

Das aber nur am Rande, weil das weder unbedingt was mit Lesen (eher mit Büchern allgemein) zu tun hat und auch kein Vorsatz ist. Eher ein Vorhaben. 😀

Wie steht ihr zu Vorsätzen und habt ihr euch lesetechnisch dieses Jahr welche gesetzt?

Vorausplanend,
Moony

Winterträume

Es ist hell in meinem Zimmer als ich mich aus dem Schlaf herausblinzele. Heller als sonst. Mit einer Vorahnung taste ich nach der Brille am Kopfende meines Bettes. Verschlafen richte ich mich auf und schiele Richtung Fenster. Durch den Spalt zwischen der Fensterbank und meinem Rollo kann ich den Baum vor meinem Fenster sehen: seine Äste haben eine weiße Mütze. Es hat geschneit!

Es wundert mich nicht wirklich, Schneefall war für heute angesagt. Es erstaunt mich viel eher, mal wieder festzustellen, was Schnee mit mir macht. Nicht nur, dass ich sofort aufgestanden bin. So wie ich hier mit meinem morgendlichen Tee sitze, starre ich immer wieder aus dem Fenster (Memo an mich: beim nächsten Umzug den Schreibtisch so stellen, dass ich bequemer, ohne Kopfverrenkungen, aus dem Fenster schauen kann), um das weiße Treiben draußen zu betrachten.

Alles ist viel ruhiger draußen. Die Autos klingen nicht mehr so laut und die Schritte der Menschen werden durch den Schnee gedämpft. Ich habe kein Verlangen, Musik anzumachen und leise im Hintergrund laufen zu lassen. Beinahe habe ich das Gefühl, dass es die Ruhe des Schnees stören könnte. 
Der Himmel ist wolkenverhangen und auf diese eine besondere Art und Weise grau, wie er es nur ist, wenn es schneit. Die Dächer sind bedeckt mit Schnee, die Autos und die Straßen von einer feinen aber durchgehenden Schicht verhangen. Irgendwo hört man das leise Schaben eines Schneeschiebers auf Stein. Wenn ich aus der Balkontür in den Garten hinunter schaue, kann ich die kleinen Schneisen erkennen, welche die Pfoten der Nachbarskatze hinterlassen haben, als sie, vor nicht allzu langer Zeit, durch den frischen Schnee getapert ist. 

Mir ist bewusst, dass dieser Zauber in ein paar Tagen wieder vorüber sein wird. Die Dächer haben wieder ihre normale Farbe, die Autos brummen wieder durch die Straße und von gedämpften Stimmen ist nichts mehr zu hören. Alles wird wieder etwas lauter und hektischer und den Menschen fällt panisch ein, dass sie mit ihren Geschenken für Weihnachten etwas spät dran sind. 

Aber bis es soweit ist, bleibe ich hier in meinem Zimmer, genieße die Ruhe und sehe dem Schnee beim Fallen zu.

Montagsfrage No. #078

Guten Morgen!
Ich arbeite momentan wieder etwas daran, meinen Schlafrhythmus zu verbessern und unter Kontrolle zu bekommen – aber was soll ich sagen: um elf Uhr im Bett und eingeschlafen dann doch erst gegen eins/halb zwei… x.x

Aber genug von meinem Schlaf-Leiden, mehr von der heutigen Montagsfrage. Ich muss gestehen, dass das (mal wieder) eine dieser Montagsfragen ist, die ich ein wenig anti beantworten muss und meine Antwort eher aus einer Begründung dieses Anti-Seins besteht. Fangen wir aber lieber mal ganz von vorne an.

 

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Was ist dein Trick zum preiswerten Bücherkauf?

Ich hab keinen. Recht simpel. Bücher sind nämlich der einzige Punkt, an dem ich nicht spare oder auf Nachhaltigkeit und Second-Hand achte. Das versuche ich in den anderen Bereichen meines Lebens vermehrt durchzusetzen – Klamotten werden beispielsweise Second-Hand gekauft, genau so wie Serien, Filme, etc.

Aber Bücher könnte ich niemals gebraucht kaufen. Einfach weil jemand anderes die schon gelesen hat und vielleicht mag das verrückt klingen, aber irgendwie besitzt das Buch nach dem Lesen irgendwie ein Teil von einem selbst. Zumindest habe ich manchmal das Gefühl, dass dem so ist. Meine Nase also in ein Buch zu stecken, welches zuvor die Emotionen eines anderen Menschen mitbekommen hat, ist irgendwie zu intim…? Ich weiß, ich weiß, irgendwie klingt das sehr seltsam. Aber es ist einfach so ein Gefühl… ich möchte ein Buch lesen, was noch völlig unangetastet ist und bei dem ich der erste Mensch bin, von dem es gelesen wird. Verrückte Kiste, aber gut.

Passend zur kommenden Weihnachtszeit lasse ich mir aber auch gerne Bücher schenken. So ohne Job ist es momentan eh nicht so dolle mit dem Geldausgeben (nein, da hat sich noch nichts weiter getan… ihr erfahrt werdet es erfahren, falls es da Neuigkeiten gibt). Daher habe ich tatsächlich gestern erst erst einen Wunschzettel für meine Familie gemacht, auf der natürlich auch das ein oder andere Buch steht. Vor allem den zweiten Soul Beach Teil und den zweiten Teil von Die Auserwählten möchte ich endlich lesen!

Hast du einen Tipp, um beim Bücherkauf Geld zu sparen? Wie stehst du zu gebrauchten Büchern?

 

Verschlafen,
Moony

Montagsfrage No. #077

Guten Morgen!
Okay… es ist fast Mittag, aber… Guten Morgen!
(An dieser Stelle der Hinweis, dass ich nicht erst um halb zwölf aus dem Bett gefallen bin. Es war halb elf.)
Es ist Montag und Antonia hat wieder eine neue Montagsfrage für uns. Ich warne euch schon einmal vor, dass ich etwas vom Thema abschweifen werde. 😀

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Unterhalten dich Biografien oder findest du die non-fiction Geschichten anderer Menschen eher öde?

Ich muss zu Beginn erst einmal zugeben, dass ich noch keine (Auto-)Biografie gelesen habe. (Außer vielleicht einen Wikipedia-Artikel über Autoren in der Schule oder einige Seiten Biografien über Soziologen – hallo Max Weber.)

Aber – und hier kommt das aber – prinzipiell finde ich sie ziemlich spannend und interessant. Ich kann definitiv den Reiz dahinter verstehen, wüsste aber zunächst einmal nicht, von wem ich eine Biografie lesen wollen würde. Vermutlich von „großen, alten“ Schriftstellern beziehungsweise Dichtern wie Rilke, Poe oder Shakespeare. Vorher würde ich aber vermutlich lieber Gedichtbände besagter Menschen haben. Tja, es ist ja bald Weihnachten. 😀

Aber – und hier folgt das zweite aber – wenn es sich um Autobiografien handelt (wobei das vermutlich kaum einen Unterschied macht zu einer Biografie, die von jemand anderem über einen Menschen geschrieben wird), muss man immer mitbedenken, dass auch hier eine Geschichte erzählt wird. Nur weil es sich um eine „echte“ Geschichte und ein „echtes“ Leben handelt, heißt das absolut nicht, dass hier erzählt wird.
Das ist der Moment, in dem ich abschweife und in dem ich den soziologischen Teil meines Gehirns nicht abstellen kann. Natürlich wäre es spannend und interessant, mehr über das Leben bestimmter Menschen zu erfahren – aber nichtsdestotrotz filtert dieser Mensch, was er wann wie und worüber erzählt. Schreibt eine andere Person die Biografie über diesen Menschen kommt ein weiterer Filter dazu. Jede Erzählung, die wir selbst tätigen, jede Situation, die wir wiedergeben und auch Jahre später anderen Menschen erzählen, ist nicht zu hundert Prozent ungefiltert. Sie ist immer subjektiv (ob es Objektivität überhaupt gibt, darüber lässt sich streiten!) und, ob bewusst oder sehr viel eher unbewusst, verändern wir Dinge, wenn wir sie wiedergeben. Besonders, wenn wir sie Fremden erzählen. Aber auch bei Familie, Freunden, Verwandten.
Auf die Abfrage mancher Geschichten sind wir vorbereitet („Wie haben Sie sich denn kennen gelernt?“) und haben feste Geschichten dazu quasi parat. Ob sich diese zwei Menschen dann wirklich in diesem Moment kennengelernt haben ist höchst selten der Fall.

Nun gut, ich möchte gar nicht in Vorlesungen über soziologische Biografie- oder Inhaltsanalyse einsteigen. Ich wollte damit nur sagen, dass ich vermutlich nicht völlig ohne solche Hintergedanken eine Biografie lesen könnte. Ich würde immer skeptisch (und vielleicht auch etwas resigniert) denken, dass hier bestimmte Mechanismen vorliegen und greifen, durch die Geschichten erzählt werden und nicht das, was wirklich passiert ist. Oder ich würde anfangen, zu hinterfragen, was bestimmte Äußerungen auf einer unbewussten, zwischen-den-Zeilen-Ebene aussagen (können).

So, genug von soziologischem Gelaber.

Wie steht ihr zu Biografien? Habt ihr schon welche gelesen? Könnt ihr welche empfehlen (oder Gedichtbände ;D) oder welche ent-fehlen? Was reizt euch an Biografien?

 

Nun etwas nachdenklich,
Moony

Es ist wieder soweit! #NaNoWirMo2018

Es ist November, es wird merklich kühler, es wird abends wieder früher dunkel. Und das heißt? Richtig! Es ist Herbst! #noshitsherlock Es ist wieder Zeit für den National Novel Writing Month oder auch NaNo, wie ich ihn ja gerne nenne!

In den vergangenen zwei Jahren habe ich ja bereits am NaNo teilgenommen und das werde ich dieses Jahr auch wieder machen. Meine Ergebnisse, Erfahrungen und Bilanzen aus 2016 und 2017 könnt ihr hier und hier nachlesen. Sobald der Monat um ist, wird es Anfang oder Mitte Dezember sicherlich auch aus diesem Jahr wieder eine kleine Übersicht von meinen Fortschritten geben! Ihr dürft also gespannt sein!

Genau wie im vergangenen Jahr werde ich wieder mit der Mitmachgeschichte Die Reise der Victory, welche noch immer auf fanfiktion.de zu finden ist, teilnehmen. Ich hatte ja eigentlich letztes Jahr gehofft, einiges dafür zu schaffen und sogar einen Rhythmus zu finden, in dem ich jede bis jede zweite Woche ein neues Kapitel hochlade. Das hat im November und einige Zeit danach auch gut funktioniert. Bis ich dann Mitte Februar komplett unterbrechen musste. Die Aussage „Ich hatte keine Zeit“ wäre gelogen – man hat immer Zeit. Es ist ganz einfach die Frage, welche Dinge gerade wichtiger sind oder als wichtiger erachtet werden. Schreiben war keines dieser Dinge für mich in den vergangenen Monaten. Wobei ich merke, – hier auf dem Blog, kreativ in den letzten anderthalb bis zwei Wochen (ja, ich hab wieder angefangen!) – dass es mir unglaublich Spaß macht und mir unglaublich viel gibt. Dennoch ist es eben nicht immer leicht (für mich), mir dafür die Zeit zu nehmen.
(Ein neues Kapitel für Die Reise der Victory gab es vor knapp anderthalb Wochen, sodass ich langsam aber sicher wieder in den flow hineinfinde! (hust, hoffentlich, hust))

Dies soll sich mit den NaNo ändern beziehungsweise: ich nutze gerne den NaNo als motivierende Zeit, in der ich mich voll aufs Schreiben konzentrieren kann. Bei den Rückblicken der bisherigen beiden Writing Months hatte ich ja bereits gesagt, dass mir die Wortgrenze nicht so wichtig ist. Natürlich ist es schön, wenn man die obligatorischen 1.667 Wörter am Tag schafft, aber wenn in meinem Kopf zu viel „Ich muss noch X Wörter schreiben!“ herumkreist, dann trägt das nicht sonderlich dazu bei, dass ich super kreativ geilen Scheiß aufs Papier bringe! 😀

Dieses Jahr möchte ich das etwas anders angehen und bediene mich dabei an der Art und Weise, wie eine Freundin pseudo-mäßig (ohne Account auf der offiziellen Webseite also, was auch völlig in Ordnung ist!!!) letztes Jahr beim NaNo mitgemacht hat: statt die Wörter zu zählen, hat sie sich ein Zeitziel gesetzt. Das werde ich dieses Jahr auch so machen und versuchen, jeden Tag 30 Minuten zu schreiben. Ob dabei 20 oder 3.000 Wörter herumkommen ist völlig irrelevant. Ich zähle sie zwar (um sie in diese fancy Statistik einbauen zu können #statistikliebe #designopfer), aber ich versuche, mich dazu zu zwingen, erst nach 30 Minuten die Wörter zu zählen. Nicht schon vorher!

Ich bin ehrlich gesagt super gespannt, wie gut das alles insgesamt funktioniert. Vor allem da ich, vermutlich (wenn es mir erlaubt und genehmigt wird – anderes Thema, vielleicht in einem anderen Eintrag mehr dazu), nochmal Mitte November und gegen Ende November unterwegs sein werde. (Und falls ich Arbeit finde und umziehen muss, ist das sowieso nochmal eine komplett andere Sache, aber dafür lasse ich dann auch gerne den NaNo sausen! :D)

Kennt ihr den National Novel Writing Month und habt ihr vielleicht selbst schon einmal teilgenommen? Wie sind eure Erfahrungen generell mit dem Schreiben, wenn ihr denn schreibt?

 

Ein bisschen aufgeregt,
Moony

Montagsfrage No. #076

Soooo! Während ich hier stilecht an meiner heißen Zitrone schlürfe (Empfehlung meines lieben Bruders bei Erkältungen – ich habe zwar keine (mehr), aber ich bin irgendwie hängen geblieben, weil es echt lecker ist und generell gut für den Körper sein soll) und gerade gefrühstückt habe (ja, so als fertig ausstudierter Mensch, der nur noch auf Ergebnisse und auf einen Job wartet kann man auch mal montags bis neun Uhr pennen, bis viertel nach zehn Fanfictions lesen und dann um halb elf frühstücken) und ich es jetzt vermeide, weitere Klammern zu schreiben, widmen wir uns lieber der heutigen Montagsfrage!

(Meine Dozierenden hätte mich geteert und gefedert für Sätze über mehr als fünf Zeilen hinweg, aber gut, ich wollte ja auch keine Klammern mehr schreiben.)

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Leihst du Bücher aus Bibliotheken aus? Wenn ja: warum, wenn nein: warum nicht?

Tja, das ist so eine zwiegespaltene Sache. Mir geht es teilweise ähnlich wie Antonia: für mein Studium habe ich relativ spät angefangen, den Wert unserer Unibiliothek(en) zu schätzen und habe nur für die Bachelorarbeit auch Arbeitszeit innerhalb der Bib verbracht. Es ist eben genau das: es ist ruhig, man lässt sich nicht so leicht ablenken, die ganze Lernatmosphäre ist eine ganz andere, als zuhause. Allen, die bisher noch geschwankt haben und sich nicht sicher waren, ob sie mal in die nächstgelegene Bibliothek gehen/fahren wollen, um dort für die Uni oder für die Schule zu lernen: tut es. Probiert es einfach aus und sucht euch ein ruhiges Fleckchen. Die gibt es, wenn man danach sucht und niemand achtet wirklich auf euch.

(Erster Schluck heiße Zitrone, haaaaaa, so gut!)

Bibliotheken haben mich wirklich nur zu Bachelorarbeitszeiten zu Gesicht bekommen und ab und an mal für eine Hausarbeit. Die Stadtbibliothek habe ich auch während meines Praktikums diesen Sommer betreten, weil wir dort Bücher für (geflüchtete) Kinder abgeholt haben. Momentan haben sie sonst einfach keinen Reiz für mich, dazu aber gleich noch etwas mehr.

Paradoxerweise bin ich selbst als Kind ständiger Besuch in unserer Stadtbibliothek im Bremer Stadtteil gewesen, wo ich damals gewohnt und aufgewachsen bin. Ich konnte die Telefonnummer auswendig, weil ich ständig die Bücher verlängert habe. Dort vorbeizulaufen und somit einen kleinen Spaziergang zu machen (und meine Mom ließ mich auch alleine gehen, somit war ich als kleiner Pöks schon suuuuper selbstständig und sooooo stolz, dass ich schon groß genug war, das alleine machen zu dürfen), war immer eine tolle Sache. Ich erinnere mich unheimlich gerne an die Zeit zurück und habe die Bibliothek auch noch genau vor Augen.

Nun das Paradox: heute geht es mir ganz anders. Ich denke zwar gerne daran zurück, wie das damals war. Aber heute wäre das nicht mehr wirklich was für mich. Einfach weil ich Bücher gerne besitzen möchte. Ich möchte sie lesen und dann in mein Regal stellen und jederzeit ansehen können. Zum einen, weil ich so wirklich auch vor Augen habe, was und wie viel ich gelesen habe. Aber auch, um einfach mal wieder reinzulesen oder spontan ein Re-Read zu veranstalten. In dem Moment, in dem ich das Buch lese, habe ich irgendwie eine Verbindung dazu und dann möchte ich auch genau das Exemplar in meinem Regal stehen haben, welches ich gelesen habe. Nicht eines, das ich später gekauft habe, weil mir das Buch aus der Bibliothek so gut gefallen hat.

Es gibt sicherlich hundert Vor- und Nachteile von Bibliotheken oder dem Fakt, dass man sich Bücher ausleihen kann. Aber damit soll die Frage zunächst zur Genüge beantwortet sein: Nein, heute leihe ich kaum noch etwas aus (außer für universitäre Zwecke), früher hingegen ständig.

 

Wie ist das bei dir? Leihst du Bücher aus? Hast du das als Kind (öfter) gemacht oder hat das für dich einfach gar keinen Reiz?

 

Nostalgisch,
Moony

Ausgeknockt

Mal wieder schlägt ein Migräneanfall zu. Ich reduziere die Zeit vor diversen Bildschirmen daher wie immer auf das Nötigste.  Daher werde ich erst einmal nicht an den geplanten Blogbeiträgen weiter schreiben. Demnächst aber wieder mehr. I will return und so. ;D